Helen Keller
Helen Keller (27. Juni 1880), geboren in Tuscumbia, Alabama, verlor im Alter von 19 Monaten durch eine Erkrankung Seh- und Hörvermögen. Mit Hilfe ihrer Lehrerin Anne Sullivan erwarb sie sich trotzdem eine umfassende Bildung und schloss 1904 das Radcliffe College als erste taubblinde Person mit einem Universitätsabschluss in den USA ab.
Keller war eine dezidierte Sozialistin und Aktivistin. Sie ergriff Partei für die Emanzipation der Schwarzen und sympathisierte mit der Sozialistischen Partei und den militanten Wobblies, den Mitgliedern der Gewerkschaft Industrial Workers of the World. Ihre politischen Schriften brachten ihr scharfe Kritik von Seiten der konservativen Presse ein. Bereits am 27. April 1933 intervenierte sie gemeinsam mit Sherwood Anderson und Sinclair Lewis in einem offenen Brief erfolglos gegen die geplanten Bücherverbrennungen in Deutschland. Ihre eigenen Bücher wurden am 10. Mai 1933 verbrannt. Sie half bei der Gründung der American Civil Liberties Union und gründete 1915 die Organisation Helen Keller International. Sie starb am 1. Juni 1968 in Easton, Connecticut.
