Kurierdienste ins Exil

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Der Gewerkschafter und Sozialdemokrat Gottlieb Branz verlor nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten seine Anstellung als Bibliothekar in der Gewerkschaftsbibliothek in München. Bei der Erstürmung der Zentrale im März 1933 durch die SA, in der sich auch die Bibliothek befand, versuchte er die Bibliothek zu schützen. Neben vielen anderen Gewerkschafter:innen sollte auch Gottlieb Branz verhaftet werden. Er verwickelte den SA-Mann, der ihn verhaften sollte, in ein langes Gespräch über Bücher. Nach der Beendigung des Gesprächs war der Lastwagen mit den bereits Verhafteten abgefahren. Mit seiner Frau Lotte Branz schmuggelte er verbotene Literatur und weitere Schriften, getarnt als Wander:innen, nach Prag zum Exilvorstand der SPD (Sopade). Auch Verfolgte wurden von den beiden über die Grenze gebracht. In München leitete er eine Widerstandsgruppe, die „Neu Beginnen“ nahestand. Nach seiner erneuten Verhaftung 1939 wurde er in Buchenwald inhaf­tiert und leitete dort die Bibliothek in der Kommandantur. Im April 1945 war Branz an der Überarbeitung des „Schwurs von Buchenwald“ beteiligt und einer der Mitunterzeichner.

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Verbundene PersonenA person known by this person (indicating some level of reciprocated interaction between the parties).
1933 +  and 1939 +