PEN im Exil

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Als direkte Reaktion auf die Schrecken des Ersten Weltkrieges wurde 1921 der Internationale PEN gegründet, eine Vereinigung von „Poets, Essayists and Novelists“ als überstaatliche, apolitische Organisation, die für die Freiheit des Wortes eintritt. Zwölf Jahre später brachte die Machtübernahme der Nationalsozialisten den „Zwang zur Politik“ zurück. Die deutsche Sektion des PEN International war zum Zeitpunkt der Bücherverbrennungen bereits gleichgeschaltet und unter nationalsozialistischer Kontrolle. Ihre ehemaligen führenden Vertreter:innen waren im Exil. Im Mai 1933 fand die PEN-Vollversammlung in Ragusa statt. In Ragusa zeigte sich eindrucksvoll die Schwierigkeit des PEN-Prinzips, unpolitisch zu sein. Die gleichgeschaltete deutsche Sektion agierte taktisch betont unpolitisch und versuchte einen Keil der Spaltung zwischen die unterschiedlichen Sektionen zu treiben. Einige Sektionen übten harte Kritik an der Gleichschaltung der deutschen Sektion, den Bücherverbrennungen und der Verfolgung von Schriftsteller:innen in Deutschland. Andere wiederum, versuchten auf der unpolitischen Haltung des PEN zu bestehen und ein eine Einmischung in die „Verhältnisse anderer Länder“ zu vermeiden. Eine gemeinsame Erklärung gab es vom Kongress nicht und die deutsche Sektion reiste vorzeitig ab. Im November 1933 trennte sich der deutschen PEN vom internationalen PEN. Im Anschluss, 1934, folgte die Gründung der „German Group“ des internationalen PEN, wie sich die Exilgruppe nannte. Ihr gehörten führende deutschsprachige Schriftsteller:innen an, die sich im Exil befanden. Der Exil-PEN erfüllte unterschiedliche Funktionen; vor allen Dingen war er aber ein überparteiliches Forum, welches den Exilschriftsteller:innen erlaubte, zur Welt zu sprechen, die geistesfeindliche Politik der Nationalsozialisten anzuklagen und damit auf die Existenz eines anderen Deutschlands und einer frein deutschen Literatur im Exil hinzuweisen. Neben dieser öffentlichen Funktion bot der Exil-PEN aber auch praktische Hilfe, zum Beispiel bei der Weiterreise oder Flucht aus bedrohten Gastländern. Besondere Bedeutung hatte hier der Mitgliedsausweis des PEN International, eingeführt auf Anregung von Oskar Maria Graf. Er war für die Staatenlosen ein wertvolles, manchmal das einzige Dokument. Kurt Kersten schilderte später, wie ihm dieses Dokument 1940 die Einreise nach Marokko ermöglichte und damit das Leben rettete.

Offentlicher Raum Kulturinstitution Exil

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Verbundene PersonenA person known by this person (indicating some level of reciprocated interaction between the parties).
1921 +  und Mai 1933 +