Rettung von Rosa Luxemburgs Nachlass

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Mathilde Jacob war eine der engsten Weggefährtinnen von Rosa Luxemburg und bewahrte nach deren gewaltsamen Tod 1919 ihren Nachlass, darunter zahlreiche persönliche Briefe, auf. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde sie als Jüdin verfolgt. Eine Bitte von Freundinnen, 1933 in die USA zu emigrieren, lehnte sie zunächst ab, da sie erst Luxemburgs Nachlass in Sicherheit bringen wollte. 1939 gelang es ihr, einen großen Teil des Nachlasses von Rosa Luxemburg in die USA bringen zu lassen und damit vor der Zerstörung zu bewahren. Den anderen Teil bewahrte ein befreundetes Ehepaar, Fritz und Elsa Winguth, auf, indem es ihn in seinem Garten in Berlin-Neukölln vergrub. Abschriften von Briefen an Rosa Luxemburg schickte sie an Paul Fröhlich in Paris. Bis zu ihrer Deportation 1942 nach Theresienstadt gehörte Mathilde Jacob einem Kreis linkssozialistischer Widerständler an, der auch die regimekritische SPD-Zeitung „Blick in die Zeit“ erhielt und weitergab. Vor ihrer bevorstehenden Deportation übergab sie Bücher aus dem Nachlass an Freund:innen. Die „Blick in die Zeit“ erschien von Juni 1933 bis August 1935 in einer Auflage von etwa 100.000. Sie enthielt keine eigens verfassten Artikel, sondern bereits im In- und Ausland erschienene Pressestimmen ohne weitere Kommentierung.

Verbundene PersonenA person known by this person (indicating some level of reciprocated interaction between the parties).
1919 +, 1933 +  and 1939 +