Valentin Senger

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Valentin Senger (28. Dezember 1918), geboren in Frankfurt am Main als Kind russisch-jüdischer Eltern, die wegen ihrer revolutionären Tätigkeit aus dem zaristischen Russland geflohen waren. Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernahmen, war die Familie wegen ihres kommunistischen Engagements und ihrer jüdischen Herkunft doppelt gefährdet. Dennoch überlebten sie die zwölf Jahre des Nationalsozialismus als einzige jüdische Familie im Familienverbund unentdeckt in Frankfurt. Die Mutter hatte die Familie durch gefälschte Papiere und die systematische Verschleierung ihrer Herkunft geschützt. Diese Erlebnisse verarbeitete Senger erst Wirkungsdatum1978 in seinem Buch Kaiserhofstraße 12, das ein Bestseller wurde und 1980 vom Hessischen Rundfunk als Fernsehspiel verfilmt wurde. Nach 1945 arbeitete er als Redakteur der kommunistischen Sozialistischen Volkszeitung, trat aber Ende 1958 aus der KPD aus, weil er ihre unzureichende Aufarbeitung des Stalinismus nach den Enthüllungen des XX. Parteitags der KPdSU als nicht hinnehmbar betrachtete. Später war er Journalist beim Hessischen Rundfunk. Obwohl in Deutschland geboren, musste er 25 Jahre für seine Einbürgerung kämpfen; erst 1981, nach dem Erscheinen von Kaiserhofstraße 12, bot man ihm die deutsche Staatsbürgerschaft an. Er starb am 4. September 1997 in Frankfurt am Main.

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December 28, 1918 +
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September 4, 1997 +