Anfänge der Erinnerung nach dem Krieg

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Schon während des Krieges begann die Erinnerung an die literaturpolitischen Ereignisse von 1933. Die großen Demonstrationen in Prag, London oder New York befanden sich im Übergang zwischen Widerstand und Erinnerung. Am 10. Mai 1947 wurde der erste Tag des Freien Buches nach dem Krieg begangen. In den folgenden Jahren fand dieser immer wieder mit mehr oder weniger großen Veranstaltungen statt. Am 10. Mai 1958, also 25 Jahre nach den Bücherverbrennungen, tagte der PEN in Hamburg. Erich Kästner hielt dort seine bekannte Rede „Über das Verbrennen von Büchern“. In den nächsten Jahren kam es zu unterschiedlichen Ausstellungen und Publikationsprojekten, die auch heute noch einen entscheidenden Beitrag zur Betrachtung der damaligen Ereignisse leisten. Beispielhaft zu erwähnen seien die Ausstellung in der Stadtbibliothek Worms 1978 und das Buch „In diesen Tagen“, das eine umfassende und nahezu einmalige Dokumentensammlung zur Literaturpolitik der Nationalsozialisten in der ersten Hälfte des Jahres 1933 enthält. Von Beginn an konzentrierte sich die Erinnerung auf die studentischen Verbrennungen rund um den 10. Mai 1933. Viele der vorher und nachher stattgefundenen Verbrennungen fanden kaum Beachtung.