Kategorie:Erinnerung
Mit dem Ende des Nationalsozialismus war die Geschichte der verbrannten Bücher nicht vorbei. Sie wurde erst geschrieben. Verlage legten verfemte Werke neu auf, Publikationen machten verfolgte Autor:innen wieder sichtbar und an den Orten der Bücherverbrennungen entstanden zivilgesellschaftliche Initiativen, die das Vergessen nicht zulassen wollten. Archive sammelten Dokumente, Erinnerungen und Zeugnisse. Die Restitution der unvorstellbaren Mengen geraubten Kulturgutes war eine Aufgabe, die bis heute andauert. Unterschiedliche Institutionen und Bibliotheken stellten sich der Frage, woher ihre Bestände eigentlich stammten, und begannen mit der Restitution geraubter Bücher an die Nachkommen der ursprünglichen Besitzer:innen. Dieser Abschnitt zeigt die vielen Formen, in denen erinnert wurde und wird. Und er stellt eine Frage, die sich nicht abschließend beantworten lässt: Ist Erinnerung selbst schon Widerstand? Wo geht das eine ins andere über, und wo endet es?
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