Archive

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Archivierung von Berichten und Dokumenten ist ein elementarer Teil von Erinnerung. Bereits während der Herrschaft der Nationalsozialisten sammelten Einzelpersonen Dokumente und Berichte, um sie der Nachwelt zur Verfügung zu stellen. Nach dem Krieg institutionalisierten sich die Sammlungen und wurden zu Archiven. Für die Literaturgeschichte im Nationalsozialismus eines der bedeutendsten Archive ist das Exilarchiv an der Deutschen Nationalbibliothek. Der Bibliothekar Hanns Wilhelm Eppelsheimer beschloss 1948 gemeinsam mit exilierten Publizist:innen sowie Schriftsteller:innen aus dem „Schutzverband Deutscher Schriftsteller in der Schweiz“ die Gründung einer Bibliothek der Emigrationsliteratur. Sie sahen in der Gründung der Sammlung ein „Instrument der politischen Aufklärung“ und ein „Kampfmittel gegen das sich von neuem erfrechende Nazitum“. Durch ein Gesetz wurde 1969 der Ausbau der Sammlung zum „Deutschen Exilarchiv 1933 -1945“ beschlossen. Heute beherbergt das Archiv mehr als 23.000 Bücher und Broschüren sowie 13.000 Zeitschriften zu rund 1.200 Zeitschriftentiteln. Hinzu kommen über 300 Nachlässe und Teilnachlässe sowie eine umfangreiche Sammlung von Einzelstücken und Konvoluten wie Briefsammlungen, Einzelbriefe und Manuskripte. Das Archiv der sozialen Demokratie ist eines der größten Archive der Arbeiterbewegung und das Parteiarchiv der SPD. Genauso wie das Parteiarchiv der KPD, das zur SED überging und mittlerweile im Bundesarchiv liegt, bietet es einen umfangreichen Bestand an Archivalien zur Literaturgeschichte in der NS-Zeit. Zahlreiche persönliche Sammlungen von Berichten und Dokumenten, darunter auch von widerständigen Schriftsteller:innen und Journalist:innen, beherbergen die Archive des VVN-BdA. Sie sind föderal organisiert und verteilt auf Bundes-, Landes- und Kreisebene. Ihr Sammlungsschwerpunkt beinhaltet nicht nur die Zeit von 1933 – 1945, sondern auch die rechten Bewegungen nach dem Krieg bis heute.