Auseinandersetzungen in Frankfurt

From zfuf

Der deutsch-jüdische Schriftsteller und Journalist Valentin Senger erlebte als Kind die Bücherverbrennung. Seine Mutter, selber Kommunistin und Frauenrechtlerin, ging mit ihren beiden Kindern am 10. Mai 1933 abends zum Römer in Frankfurt, wo die Bücherverbrennung stattfinden sollte. Neben seiner Beschreibung der Verbrennung erwähnt Valentin Senger aber auch „dass nicht alle Menschen, die im weitem Umkreis um den Römerberg standen, zum Jubeln gekommen waren.“ Er schildert, dass in direkter Nähe zu ihnen die Umstehenden plötzlich auf eine junge Frau und einen jungen Mann einschlugen, begleitet von Beschimpfungen wie „Kommunistenpack“ und „Marxistenschweine“. Beide hatten sich wohl gegen die Verbrennung geäußert. Sie wurden von der Polizei verhaftet. Valentin Senger erwähnt, dass es auch an anderer Stelle zu Unruhe kam, er aber nicht erkennen konnte was geschah. „Anderntags war nur zu erfahren, dass während der Bücherverbrennung eine Reihe Provokateure verprügelt und verhaftet worden sei.“, berichtete er darüber. Weitere Nachforschungen haben bisher keine weiteren Erkenntnisse gebracht.

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