Geheime Reportagen aus Nazi-Deutschland

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Die ungarische Jüdin, Kommunistin und Schriftstellerin Maria Leitner (ungarisch: Maria Lékai) unternahm ab 1932 eine Reportagereise durch Deutschland. Sie schrieb Berichte für verschiedene Berliner Zeitungen und vermittelte so ihre Eindrücke über die soziale und politische Situation am Ende der Weimarer Republik. Sie thematisierte besonders die Situation in Kleinstädten und Dörfern, in denen die NSDAP bereits an der Macht war. Nach der Machtübernahme wurden ihre Werke verboten, darunter ihr 1932 erschienener Reisebericht „Eine Frau reist durch die Welt“ über die Lage armer Menschen in Amerika. Leitner floh vor drohender Verfolgung ins Exil, zunächst nach Prag und dann über das Saarland nach Paris. Mehrfach kehrte sie 1935, vermutlich getarnt als amerikanische Touristin, illegal nach Deutschland zurück und sammelte Informationen über die deutschen Kriegsvorbereitungen, über die sie in Exilzeitungen berichtete. Die genauen Schilderungen über die deutschen Kriegsvorbereitungen Mitte der 1930er Jahre lassen darauf schließen, dass Leitner über verschiedene Kontakte verfügt haben muss. In anderen Artikeln beschäftigte sie sich mit der Gleichschaltung des deutschen Kulturbetriebs und dessen Nutzung für die Aufrüstung. Ihr letzter Roman „Elisabeth, ein Hitlermädchen“ erschien 1937 in Paris. 1940 wurde sie in Paris verhaftet und im Lager Gurs inhaftiert. Dort gelang ihr die Flucht, zunächst nach Toulouse, dann nach Marseille. Hier sah Anna Seghers sie im Frühjahr 1941 das letzte Mal. Maria Leitner bemühte sich vergeblich um ein Visum für die USA. Auch die Fürsprache von Kolleg:innen, darunter Oskar Maria Graf, half nicht. Leitners Lage wurde immer unhaltbarer. Maria Leitner verhungerte 1942 in einer Psychiatrie in Marseille.

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1932 +  und 1935 +