Hirne hinter Stacheldraht

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Aufklärung über die Schicksale von Schriftsteller:innen in deutschen Konzentrationslagern und Gefängnissen, sollte der Kollektivbericht „Hirne hinter Stacheldraht“ bieten. Herausgegeben wurde er vom Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller, ohne Namensnennung der einzelnen Autor:innen. Das kleine Heft behandelt die Schicksale von Intellektuellen und Wissenschaftler:innen. Es nennt unter anderem die Schriftsteller Carl von Ossietzky, Ludwig Renn, Willi Bredel, Gregor Gog, Erich Mühsam, Kurt Hiller und Erich Baron. Die Autor:innen stellen jeweils knapp das politische und berufliche Leben, das Werk und die Umstände der Verfolgung und Verhaftung der genannten Schriftsteller vor. Im letzten Abschnitt des Heftes mit dem Titel „Was sollen wir tun“ rufen die Autor:innen dazu auf, nicht zu schweigen. „Wißt, daß eure Stimme Klang und euer Name Gewicht auch im faschistischen Deutschland hat. Gebt euer Schweigen auf, eure Passivität in politischen Dingen, gebraucht die einzige Waffe, die ihr habt, das Wort, dort, wo es wirksam ist, und wo man es euch nicht nehmen kann.“ Das Titelbild stammt vom belgischen Maler, Grafiker und Illustrator Frans Masereel, der enge Verbindungen zur französischen Exilszene hatte. Erschienen ist das Heft im Verlag Universum-Bücherei für Alle, der 1926 in Berlin gegründet wurde und 1933 in die Schweiz ins Exil ging. Der Verlag gehörte zu den Unternehmen von Willi Münzenbergs Internationaler Arbeiterhilfe und funktionierte als Buchgemeinschaft, die von den Mitgliedern getragen wurde.