Neuauflagen

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Der Neuauflage von verbrannten Büchern haben sich eine Reihe von Verlagen angenommen. Schon Ende der 70er - Jahre brachte der Hamburger Konkret-Verlag direkt nach seiner Gründung die Reihe „Bibliothek der verbrannten Bücher“ heraus. Die Reihe wurde zwar sehr gelobt und gut besprochen, aber kaum verkauft. Der S. Fischer Verlag, aus dessen Verlagsprogramm viele Bücher durch die Nationalsozialisten verbrannt wurden, brachte in den 80er Jahre die Reihe „verboten und verbrannt“ heraus. Ergänzend zur „schwarzen Reihe“, die sich mit verschiedenen Aspekten des Nationalsozialismus auseinandersetzte, standen hier die Publikationen der verfolgten Autor:innen im Mittelpunkt. Aus Anlass der 85. und der 90. Jahrestage der Bücherverbrennungen erschienen zwei Reihen mit ambitioniertem Anspruch. Das Moses-Mendelssohn-Zentrum der Uni Potsdam begann 2008 zusammen mit dem Olms-Verlag die „Bibliothek der verbrannten Bücher“. Ziel war es, 300 Werke wieder aufzulegen und an Schulbibliotheken zu verteilen. Mangelnde Gelder beerdigten dieses Projekt, welches nun als digitale Bibliothek weitergeführt wird. Ende 2012 erschien im kleinen Frankfurter Westhafen-Verlag die „Edition Phoenix“, die verbrannte Bücher veröffentlichte, die seit 1945 nicht wiederaufgelegt wurden. Bis 2017 erschienen fünf Bände von Werken, die sonst in Vergessenheit geraten wären. Sämtliche Reihen von Wiederauflagen kämpften mit denselben finanziellen Herausforderungen und scheiterten an ihnen.