Pressekritik an den Studenten

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Am 19. April 1933 verschickte die Deutsche Studentenschaft (Dst.) aus Berlin ein Rundschreiben an alle Einzelstudentenschaften, das wenige Tage später zu einem kleinen Dämpfer der Aktion führen sollte. Das Rundschreiben enthielt einen Aufruf, „Hochschullehrer, die Juden sind oder kommunistischen Organisationen bzw. dem Reichsbanner u.ä. angehört haben“, an die zentrale Führung der Dst. Zurückzumelden, um „zur Beschleunigung der von der Reichsregierung beschlossenen Maßnahmen zur Säuberung des Berufsbeamtentums“ beizutragen. Zusammen mit dem Vorhaben, an den Universitäten sogenannte Schandpfähle aufzustellen, sorgte dieser Erlass für eine Reihe von Pressekritiken an der „Aktion wider den undeutschen Geist“. Besonders scharf brachte es ein Artikel der Vossischen Zeitung vom 28. April 1933 auf den Punkt: „Hier wird die Reform der Hochschule von unten betrieben […] Am prägnantesten hat es kürzlich die Berliner Studentenschaft gebracht, als sie […] erklärte, ‚anerkannt würden nur Professoren, die aus dem Geiste der SA schaffen und lehren‘. Wie soll ein Physiker, ein Astronom […] bestehen, wenn er so vor das studentische Tribunal zitiert wird?“ Dieser und weitere Presseartikel brachten das Preußische Kultusministerium dazu, gegenüber den Studenten auf eine Mäßigung zu drängen. Die Dst. sagte daraufhin das Aufstellen der Schandpfähle ab, sodass es diese Aktion nur sehr vereinzelt gab.

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