Proteste-Demonstrationen- und Ausstellungen im Exil

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Am 10. Mai 1933 fanden nicht nur in Deutschland die Bücherverbrennungen durch die Nationalsozialisten statt, sondern international auch Proteste, die sich gegen dieses Ereignis stellten. In den USA fanden in mehreren Städten Kundgebungen und Demonstrationen statt. Allein in New York demonstrierten 100.000 Menschen sechs Stunden lang durch die Stadt. In US-Medien wurden die Bücherverbrennungen als „Holocaust of Books“ bezeichnet. Die Schriftstellerin Helen Keller intervenierte zusammen mit namhaften Autoren wie Sherwood Anderson und Sinclair Lewis in einem Brief erfolglos bei den Deutschen Studenten. Im Dezember 1934 eröffnete dann, ähnlich wie die Deutsche Freiheitsbibliothek in Paris, die „American Library of Nazi Banned Books“. In den kommenden Jahren kam es in den USA immer wieder zu Kundgebungen gegen die Literaturpolitik der Nationalsozialisten. Auch in europäischen Städten gab es Proteste. In den Niederlanden sendete am 10. Mai 1933 Radio Hilversum Auszüge aus verbrannten Büchern. Einige Mitglieder des PEN Österreich und weitere Schriftsteller:innen protestierten öffentlich, worauf es zu einer Abspaltung konservativer Schriftsteller:innen kam. In Paris traf sich das Komitee, welches 1934 die Deutsche Freiheitsbibliothek eröffnete. Auch in den Folgejahren blieb der 10. Mai ein wichtiger Tag im Kalender der Exilanten in London, Paris, Prag, New York oder Mexiko-Stadt. Im Dezember 1942 wurde aus Anlass des anstehenden 10. Jahrestages eine große Ausstellung in der New York Public Library eröffnet, begleitet von einer landesweiten Plakatkampagne.