Sichtbarkeit für die Autor:innen

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Von Beginn an war die Schaffung von Sichtbarkeit für die verbrannten Autor:innen ein wesentlicher Bestandteil der Erinnerung. Alfred Kantorowicz und Richard Drews gaben 1947 das Buch „Verboten und Verbrannt – Deutsche Literatur 12 Jahre unterdrückt“ heraus, in dem eine Auswahl der verfolgten Autor:innen vorgestellt wurde. In den Jahren danach gab es unterschiedliche Bestrebungen, die Sichtbarkeit zu erhöhen. Ein entscheidender Baustein zur Wiederentdeckung vieler verfolgter Autor:innen waren die Reportagen im Stern von Jürgen Serke, in denen er eben diese Autor:innen porträtierte. 1977 erschienen sie gesammelt als Buch. Auch lokalhistorische Betrachtungen leisteten einen wichtigen Beitrag, um insbesondere weniger bekannte Autor:innen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Birgit Herkula und Simone Trieder betrachteten speziell die verfolgten Schriftsteller:innen in Sachsen-Anhalt. Die Autorin Edda Ziegler befasste sich in ihren Büchern besonders mit der Rolle von Frauen. Ihr Band zu Schriftstellerinnen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus erschien 2010. Auch Zieglers Buch konnte wenig daran ändern, dass die Erinnerung weiterhin von den männlichen Schriftstellern dominiert wurde.