Banned Books

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Schon seit Jahren kommt es in republikanisch regierten Bundesstaaten der USA zur Zensur in öffentlichen Bibliotheken. Aber auch in demokratisch regierten Bundesstaaten stehen die Bibliotheken unter Druck. Im ganzen Land versuchen konservative Organisationen wie Moms for Liberty Literatur aus Bibliotheken entfernen zu lassen. Laut dem PEN America sind seit 2021 mehr als 23.000 Titel aus Bibliotheken und Schulen entfernt worden. Darunter war auch die Graphic Novel zu Anne Franks Tagebuch. Begründung war hier die nackte Darstellung von Frauenkörpern und eine Szene, die als lesbischer Flirt zwischen Anne und einer Freundin ausgelegt werden kann. Die Verbannung von Büchern trifft hauptsächlich queere Literatur und solche, die die Sklavereigeschichte der USA thematisieren. In den Bibliotheken leisten viele Bibliothekar:innen Widerstand, ob rechtlich oder durch Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung. Sie konzipieren Workshopangebote oder decken die Finanzierungsnetzwerke der rechten Gruppen auf. Einige hat dies ihren Job gekostet. Ein besonderes Beispiel ist die Initiative „Banned Books Back“ vom Buchladenkollektiv Firestorm in Asheville. Im November 2023 kamen sie über Umwege in den Besitz von 22.500 Kinderbüchern, die aus Schulbibliotheken verbannt worden waren. In einer groß angelegten Aktion schickten sie diese Bücher in wenigen Monaten an Kinder, die in von Zensur betroffenen US-Bundesstaaten leben. Und auch auf Social Media zeigt sich der Protest. Viele der Initiativen nutzen soziale Medien zur Aufklärung und es gibt sogar einige Banned-Books-Influencer:innen.