Erich Ziegler
Erich Ziegler wurde am 20. Februar 1914 in Berlin geboren und stammte aus einer Neuköllner Arbeiterfamilie. Er betätigte sich ab 1932 politisch im kommunistischen Jugendverband (KJVD) und in der KPD. Nach der Machtübernahme betätigte er sich mit seiner späteren Ehefrau Elli Fuchs im Widerstand. Für die nun verbotene KPD stellte er Flugblätter her und organisierte dessen Verteilung. 1934 eröffnete Elli Fuchs mit seiner Unterstützung eine Leihbibliothek in Neukölln, die als geheimer Treffpunkt genutzt wurde. Außerdem wurden hier im Keller Flugschriften hergestellt. Kontakte hatten Ziegler/Fuchs auch bis 1936 zum Ehepaar John und Sophie Sieg. Ende der 190er Jahre bildete Ziegler mit seiner Frau und anderen Mitstreitern eine Widerstandsgruppe aus Jugendlichen verschiedener Sozialisation und Weltanschauung. Sie schrieben Flugblätter, darunter im September 1939, unmittelbar nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges, „Ich rufe die Jugend der Welt“. Nachdem bei der Verhaftung von Heinz Kapelle bei ihm ein Buch mit dem Stempel „Leihbücherei Elli Fuchs“ gefunden wurde, wurden auch Fuchs und Ziegler in der Leihbücherei verhaftet. Im Prozess wurde Ziegler zu lebenslanger Haft verurteilt, die er in Gefängnis Brandenburg-Görden absitzen musste. Nach Kriegsende kehrte er nach Neukölln zurück. Fuchs und Ziegler trennten sich bereits 1940 unmittelbar nach dem Prozess, auch nach Kriegsende kamen sie nicht wieder zusammen. 1951 ließen sie sich scheiden.
